Mit der Kommunalwahl am 13. September 2026 wurde auch die Regionsversammlung der Region Hannover neu gewählt. Das Gremium entscheidet in den kommenden fünf Jahren über zentrale Aufgaben, die den Alltag der Menschen in Hemmingen unmittelbar betreffen. Dazu gehören unter anderem der öffentliche Nahverkehr, soziale Leistungen, die regionale Verkehrsplanung, Krankenhäuser, Berufs- und Förderschulen, Umwelt- und Klimaschutz sowie der Rettungsdienst.
Hemmingen gehört gemeinsam mit Springe, Wennigsen und Ronnenberg zum Regionswahlbereich 07. Für die SPD kandidierten in diesem Wahlbereich auch zwei Bewerberinnen aus Hemmingen: Christina Fritz auf Listenplatz 1 und Ramona Hanck auf Listenplatz 6. Beide traten mit dem Ziel an, die Interessen Hemmingens künftig auch auf der Ebene der Region Hannover zu vertreten.
Ergebnis im Regionswahlbereich 07
Die Stimmen aus Hemmingen wurden bei der Wahl zur Regionsversammlung gemeinsam mit den Ergebnissen aus Springe, Wennigsen und Ronnenberg ausgewertet. Alle vier Kommunen bilden zusammen den Regionswahlbereich 07. Die dort abgegebenen Listen- und Personenstimmen fließen anschließend gemeinsam mit den Ergebnissen der anderen zwölf Wahlbereiche in die regionsweite Sitzverteilung ein.
Die offizielle Ergebnispräsentation weist für jede Partei sowohl die Stimmen für den gesamten Wahlvorschlag als auch die direkt an einzelne Kandidierende vergebenen Personenstimmen aus. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie viele Stimmen auf eine Liste entfielen und welche Bewerberinnen und Bewerber innerhalb dieser Liste besonders unterstützt wurden.
Die endgültige Zusammensetzung der Regionsversammlung ergibt sich jedoch nicht allein aus dem Ergebnis eines einzelnen Ortes oder Wahlbezirks. Entscheidend sind das Gesamtergebnis aller 13 Regionswahlbereiche, die daraus berechnete Sitzverteilung und die innerhalb der jeweiligen Wahlvorschläge erreichten Personenstimmen.
Wie wird das Ergebnis aus Hemmingen berücksichtigt?
Die Stimmen aus Hemmingen werden dem Regionswahlbereich 07 zugerechnet. Zu diesem Wahlbereich gehören außerdem Springe, Wennigsen und Ronnenberg. Das Ergebnis fließt anschließend in die regionsweite Verteilung der 84 Mandate ein.
Listen- und Personenstimmen entscheiden über das SPD-Ergebnis
Das Ergebnis der SPD setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: den Stimmen, die unmittelbar für die SPD-Liste abgegeben wurden, und den Personenstimmen für einzelne Kandidatinnen und Kandidaten. In der verlinkten offiziellen Ergebnisansicht werden diese beiden Bestandteile getrennt dargestellt und anschließend zur Gesamtstimmenzahl der Partei zusammengeführt.
Dieses Wahlsystem gibt den Wahlberechtigten die Möglichkeit, nicht nur eine politische Partei zu unterstützen, sondern zugleich Einfluss darauf zu nehmen, welche Personen aus einem Wahlvorschlag ein Mandat erhalten. Gerade für kommunalpolitisch bekannte Kandidierende können die persönlichen Stimmen deshalb eine wichtige Rolle spielen.
Für Hemmingen standen mit Christina Fritz und Ramona Hanck zwei Bewerberinnen auf dem SPD-Wahlvorschlag. Beide sind in Arnum zu Hause und bereits mit kommunalpolitischen Themen der Stadt Hemmingen vertraut. Ihre Kandidaturen verbanden damit die örtliche Ratsarbeit mit den übergeordneten Aufgaben der Region Hannover.
Wie setzt sich das Ergebnis einer Partei zusammen?
Zum Gesamtergebnis einer Partei zählen sowohl die Stimmen für die komplette Liste als auch alle Stimmen, die unmittelbar an ihre Kandidierenden vergeben wurden. Beide Stimmenarten werden für die Sitzverteilung zusammengerechnet.
Christina Fritz kandidierte auf Listenplatz 1
Christina Fritz führte den SPD-Wahlvorschlag im Regionswahlbereich 07 auf Listenplatz 1 an. Die 34-jährige Gemeindeverwaltungsrätin aus Arnum ist Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hemmingen und verfügt sowohl über kommunalpolitische als auch über umfangreiche berufliche Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung.
Zu ihren politischen Schwerpunkten zählen Gleichstellung, Bildung und soziale Infrastruktur, solide öffentliche Finanzen sowie Brand- und Katastrophenschutz. Mit ihrer Kandidatur verband sie den Anspruch, Hemmingen wieder eine starke weibliche und sozialdemokratische Stimme in der Regionsversammlung zu geben.
Die Wahl auf Listenplatz 1 verdeutlicht die besondere Verantwortung, die Christina Fritz innerhalb des SPD-Wahlvorschlags übernommen hat. Neben dem Gesamtergebnis der SPD sind die direkt für sie abgegebenen Personenstimmen für die Reihenfolge der Mandatsvergabe innerhalb des Wahlvorschlags von Bedeutung.
Ob und über welchen Zuteilungsweg ein Mandat erreicht wurde, ergibt sich aus der abschließenden Sitzverteilung für die gesamte Region Hannover und der vollständigen Auswertung der Personenstimmen im Regionswahlbereich 07. Die offizielle Wahlpräsentation bildet dafür die maßgebliche Grundlage.
Auf welchem Listenplatz kandidierte Christina Fritz?
Christina Fritz aus Arnum kandidierte auf Listenplatz 1 der SPD im Regionswahlbereich 07. Sie führte damit den sozialdemokratischen Wahlvorschlag für Springe, Wennigsen, Ronnenberg und Hemmingen an.
Ramona Hanck trat auf Listenplatz 6 an
Mit Ramona Hanck kandidierte eine weitere kommunalpolitisch erfahrene Bewerberin aus Hemmingen für die Regionsversammlung. Die Arnumer Ratsfrau stand auf Listenplatz 6 des SPD-Wahlvorschlags im Regionswahlbereich 07.
Ramona Hanck ist seit Jahren in der Hemminger Kommunalpolitik aktiv und setzt sich mit großer Bürgernähe für die Anliegen der Menschen vor Ort ein. Durch ihre gleichzeitige Kandidatur für den Rat der Stadt Hemmingen und die Regionsversammlung stellte sie die Verbindung zwischen örtlichen Fragestellungen und den Zuständigkeiten der Region Hannover her.
Auch für ihre Kandidatur waren die direkt vergebenen Personenstimmen von besonderer Bedeutung. Bei der Wahl zur Regionsversammlung konnten die Wahlberechtigten ihre Stimmen gezielt einzelnen Bewerberinnen und Bewerbern geben. Dadurch war eine persönliche Unterstützung unabhängig vom ursprünglichen Listenplatz möglich.
Das Ergebnis zeigt zugleich, dass Kandidaturen aus Hemmingen im gemeinsamen Wahlbereich mit drei weiteren Kommunen um persönliche Stimmen werben mussten. Springe, Wennigsen und Ronnenberg stellen zusammen einen großen Teil der Wahlberechtigten. Eine starke Verankerung in Hemmingen war deshalb wichtig, während für ein Mandat zugleich das Ergebnis im gesamten Wahlbereich berücksichtigt werden musste.
Auf welchem Listenplatz kandidierte Ramona Hanck?
Ramona Hanck aus Arnum kandidierte auf Listenplatz 6 der SPD im Regionswahlbereich 07. Über Personenstimmen konnten die Wahlberechtigten sie unabhängig von diesem Listenplatz gezielt unterstützen.
Hemmingen gehört zum Regionswahlbereich 07
Für die Wahl der Regionsversammlung ist das Gebiet der Region Hannover in insgesamt 13 Wahlbereiche gegliedert. Hemmingen bildet dabei keinen eigenen Wahlbereich, sondern ist gemeinsam mit Springe, Wennigsen und Ronnenberg dem Regionswahlbereich 07 zugeordnet. Parteien und Wählergruppen stellten für diesen gemeinsamen Bereich eigene Listen mit Kandidierenden auf.
Die Wahlberechtigten aus Arnum, Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg stimmten deshalb über dieselben Wahlvorschläge ab wie die Wahlberechtigten in den drei anderen Kommunen des Wahlbereichs. Die Stimmen aus allen beteiligten Städten und Gemeinden wurden anschließend zusammengeführt.
Diese Einteilung bedeutet, dass Regionsabgeordnete nicht ausschließlich für eine einzelne Stadt gewählt werden. Sie vertreten nach ihrer Wahl die gesamte Region Hannover. Gleichzeitig bringen sie häufig besondere Kenntnisse und Erfahrungen aus ihrem jeweiligen Heimatort und Wahlbereich in die politische Arbeit ein.
Welche Kommunen gehören zum Regionswahlbereich 07?
Der Regionswahlbereich 07 umfasst die Städte und Gemeinden Springe, Wennigsen, Ronnenberg und Hemmingen. Die dort abgegebenen Stimmen werden für die Wahl zur Regionsversammlung gemeinsam ausgewertet.
Die Regionsversammlung entscheidet über zentrale Zukunftsfragen
Die Regionsversammlung ist das wichtigste politische Entscheidungsorgan der Region Hannover. Ihre Mitglieder beschließen Satzungen, beraten und verabschieden den Regionshaushalt und legen die politischen Leitlinien für die Arbeit der Regionsverwaltung fest. Viele dieser Entscheidungen wirken sich direkt auf Hemmingen und die anderen regionsangehörigen Städte und Gemeinden aus.
Zu den bedeutenden Aufgaben gehören die Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs, die Finanzierung sozialer Leistungen, regionale Krankenhausstrukturen, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Umwelt- und Klimaschutz sowie die räumliche Entwicklung der Region. Auch Berufsschulen, Förderschulen, Abfallwirtschaft und Teile des Rettungswesens liegen in der Verantwortung der Region Hannover.
Die gewählten Regionsabgeordneten beraten über Anträge, Investitionen und langfristige Projekte. Dabei müssen sie sowohl die Interessen ihrer Wahlbereiche als auch die Entwicklung der gesamten Region berücksichtigen. Eine politische Vertretung mit Kenntnissen der örtlichen Situation kann dazu beitragen, Hemminger Anliegen in diese Beratungen einzubringen.
Was ist die Regionsversammlung?
Die Regionsversammlung ist das zentrale politische Beschlussorgan der Region Hannover. Sie entscheidet unter anderem über den Haushalt, Satzungen, Nahverkehr, soziale Leistungen, Schulen, Krankenhäuser und regionale Planungen.
Drei Stimmen bestimmten das Ergebnis
Bei der Wahl zur Regionsversammlung verfügte jede wahlberechtigte Person über drei Stimmen. Diese konnten vollständig einer Partei, einer Wählergruppe oder einer einzelnen Kandidierenden Person gegeben werden. Ebenso war es möglich, die Stimmen auf verschiedene Listen und Personen zu verteilen.
Wer mehrere Stimmen auf eine Person oder einen Wahlvorschlag bündelte, nutzte das sogenannte Kumulieren. Beim Panaschieren wurden die Stimmen auf Kandidierende unterschiedlicher Wahlvorschläge verteilt. Insgesamt durften jedoch nicht mehr als drei Stimmen vergeben werden, da der Stimmzettel andernfalls ungültig werden konnte.
Dieses Verfahren erklärt, weshalb in der Ergebnispräsentation Listenstimmen und Personenstimmen gesondert aufgeführt sind. Die Zahl der Wählerinnen und Wähler ist deshalb nicht mit der Zahl der abgegebenen Stimmen identisch: Eine Person konnte bis zu drei gültige Stimmen zur Wahl der Regionsversammlung abgeben.
Wie viele Stimmen konnten vergeben werden?
Bei der Wahl zur Regionsversammlung standen jeder wahlberechtigten Person drei Stimmen zur Verfügung. Sie konnten gesammelt oder auf verschiedene Listen und Kandidierende verteilt werden.
84 Mandate wurden für fünf Jahre vergeben
Bei der Wahl 2026 wurden insgesamt 84 Mitglieder der Regionsversammlung für eine Wahlperiode von fünf Jahren bestimmt. Die Sitzverteilung richtet sich nach dem Gesamtergebnis der Parteien und Wählergruppen in der gesamten Region Hannover. Innerhalb der Wahlvorschläge entscheiden Listenplatz und Personenstimmen darüber, welche Kandidierenden die errungenen Mandate erhalten.
Die unmittelbar gewählte Regionspräsidentin beziehungsweise der Regionspräsident gehört dem Gremium zusätzlich als stimmberechtigtes Mitglied an. Die Regionsversammlung besteht damit aus 84 gewählten Abgeordneten und der Regionspräsidentin oder dem Regionspräsidenten als 85. Mitglied.
Während die Wahl zur Regionsversammlung am 13. September abgeschlossen wurde, geht die Direktwahl der Regionsspitze in eine zweite Runde. Eva Bender von der SPD und Dr. Oliver Junk von der CDU treten am 27. September 2026 in einer Stichwahl gegeneinander an.
Die vollständigen Listen-, Personen- und Gesamtergebnisse können in der offiziellen Ergebnispräsentation der Region Hannover eingesehen werden.
Häufige Fragen zur Wahl der Regionsversammlung
Wann wurde die Regionsversammlung gewählt?
Die Wahl fand am Sonntag, 13. September 2026, im Rahmen der niedersächsischen Kommunalwahl statt.
Wie viele Mitglieder wurden gewählt?
Gewählt wurden 84 Regionsabgeordnete. Die Regionspräsidentin beziehungsweise der Regionspräsident gehört dem Gremium zusätzlich mit Sitz und Stimme an.
Wie lange dauert die Wahlperiode?
Die Mitglieder der Regionsversammlung werden für fünf Jahre gewählt.
Zu welchem Wahlbereich gehört Hemmingen?
Hemmingen gehört gemeinsam mit Springe, Wennigsen und Ronnenberg zum Regionswahlbereich 07.
Wer kandidierte für die SPD aus Hemmingen?
Für Hemmingen kandidierten Christina Fritz auf Listenplatz 1 und Ramona Hanck auf Listenplatz 6 des SPD-Wahlvorschlags.
Wie viele Stimmen hatte jede wahlberechtigte Person?
Für die Wahl zur Regionsversammlung konnten insgesamt drei Stimmen vergeben werden.
Konnten Kandidierende direkt gewählt werden?
Ja. Die Stimmen konnten unmittelbar einzelnen Kandidierenden gegeben werden. Dadurch nahmen die Wahlberechtigten Einfluss auf die persönliche Reihenfolge innerhalb eines Wahlvorschlags.
Was bedeutet Kumulieren?
Beim Kumulieren werden zwei oder drei Stimmen derselben Liste oder derselben Kandidierenden Person gegeben.
Was bedeutet Panaschieren?
Beim Panaschieren werden die verfügbaren Stimmen auf Kandidierende oder Listen verschiedener Parteien und Wählergruppen verteilt.
Wo stehen die offiziellen Ergebnisse?
Die verbindlichen Listen- und Personenstimmen sowie die Sitzverteilung werden in der offiziellen Ergebnispräsentation der Region Hannover veröffentlicht.